Jens Spahn … Sommertour

Schwerpunkt der traditionellen Sommertour des direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Jens Spahn ist in diesem Jahr der Fachkräftemangel im westlichen Münsterland. Bei der Bosch Solarthermie GmbH informierte sich der Abgeordnete mit seiner Landtagskollegin Christina Schulze Föcking und Vertretern der CDU Wettringen direkt vor Ort über die derzeitige Situation. Das in Wettringen ansässige Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter, zehn Auszubildende und zahlreiche Studenten.

„Wir entwickeln und produzieren für die Marken von Bosch Thermotechnik wie zum Beispiel Buderus und Junkers wirtschaftlich attraktive Solarthermie-Systeme, die einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten können. Unser Ziel ist, die Kosten für die Trinkwassererwärmung und Raumheizung zu senken“, sagte Ralf Köbbemann-Rengers, Leiter Entwicklung Solarthermische Systeme und Warmwasser- und Wärmespeicher. Dies gilt für die Wärmeenergieversorgung aller Gebäude bis hin zu Nahwärmenetzen und der kommerziellen Prozesswärme Anwendung. Der Absatz von Solarthermie Systemen unterliegt saisonalen Schwankungen von bis zu 300 Prozent, auf die wir in unserem Werk in Wettringen flexibel reagieren können“, so Köbbemann-Rengers und führte weiter aus, dass die Bosch Solarthermie GmbH etwa 50 Prozent ihrer Produkte auf dem deutschen Markt absetze und mit Unternehmen auf der ganzen Welt im Wettbewerb stehe.

Die Zentrale der Muttergesellschaft Bosch Thermotechnik befindet sich in Wetzlar. Von dort aus wird das weltweite Geschäft koordiniert. Die Produktion und Entwicklung ist, wie beispielsweise in Wettringen, dezentral und produktspezifisch organisiert. „Bosch Thermotechnik ist ein führender europäischer Hersteller von ressourcenschonenden Heizungsprodukten und Warmwasserlösungen und verfügt über weltweit 21 Fertigungsstandorte in 11 Ländern. Um diese Stellung zu halten und auszubauen, brauchen wir qualifiziertes und engagiertes Personal“, so Köbbemann-Rengers. Etwa 80 Prozent der Mitarbeiter seien aus der Region Münster. „Die attraktive Stadt hilft uns, z. B. Fachkräfte aus dem Süden Deutschlands ins Münsterland zu ziehen. Ein langjähriges Engagement und Aufbau von Netzwerken, z. B. mit Hochschulen zahlt sich aus, um in einer dynamischen Geschäftsumgebung die geeigneten Experten zu finden. Dennoch sind mitunter besondere Anstrengungen notwendig, um hochqualifizierte Fachkräfte, z. B. Systemspezialisten, nach Wettringen zu locken“, erläutert Köbbemann-Rengers.

„Dass Wettringen sich als profitabler Standort etablieren konnte ist gut für unsere Region und schafft Arbeitsplätze. Wir müssen weiterhin dafür Sorge tragen, dass genügend qualifizierte Leute vor Ort ausgebildet werden und auch die Chance haben, hier dauerhaft zu arbeiten“, so Spahn am Rande des Besuchs.

Im August 2012

Werner Janning

 

 

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