Grundsatzrede des BM …

Grundsatzrede des Bürgermeisters der Gemeinde Wettringen Engelbert Rauen auf der CDU Mitgliederversammlung am 15.Januar 2009 (gekürzte Fassung)

Mein Verständnis vom Amt des Bürgermeisters:

  • Verantwortung übernehmen für eine gute Entwicklung unserer Gemeinde
  • Chancen wahrnehmen, Probleme lösen und mit Klugheit und Besonnenheit Entscheidungen treffen, die notwendig sind
  • Die Verwaltung effektiv organisieren, kompetent führen und im Team die anstehenden Aufgaben bestmöglich erledigen
  • Nahe bei den Bürgern sein durch hohe Präsens bei allen wichtigen Ereignissen
  • Ehrenamtliches Engagement fördern und anerkennen
  • Seine Meinung klar vertreten unabhängig davon, wie die Presse darüber schreibt
  • Das Wohl der Allgemeinheit auch dort vertreten, wo es Widerstand gibt
  • Was man verspricht wird gehalten und umgesetzt
  • Seine ganze Kraft einsetzen für die Gemeinde und für die Region!

Soziales Engagement:

Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Politik für Wettringen Grundlage: das christliche Menschenbild

Wir sind verankert in der Bevölkerung, in den Vereinen und Nachbarschaften

Wir nehmen aktiv teil an Veranstaltungen und Feste und sind für den Bürger nicht nur während der Öffnungszeiten des Rathauses erreichbar.

Wir unterstützen ehrenamtliches Engagement und das Vereinsleben durch Zu-schüsse der Gemeinde, durch die Bereitstellung der dafür notwendigen Infrastruktur (Bürgerhalle, Heimathaus, JUZI, Sportanlagen, Dorfplatz, Rathausvorplatz, Schulzentrum)

Hohe Wohn- und Lebensqualität

Attraktive Baugebiete zu günstigen Preisen / mit Eigenheimzulage für Kinder

Baugebiet Bischoff: von 88 Bauplätzen sind 64 Plätze verkauft

Seit 2000: rund 170 Bauplätze durch Gemeinde erschlossen und verkauft

Die Grundsteuer B ist niedrig, die Müllgebühren konnten mehrfach gesenkt werden und die Abwassergebühren sind seit mehreren Jahren nicht gestiegen.

 

Unser Einzelhandel ist leistungsfähig und ist im Ortskern konzentriert. Dort stehen fast 500 Parkplätze kostenfrei und sehr zentral zur Verfügung.

Die ärztliche Versorgung ist gut. Leistungsfähige Krankenhäuser sind schnell zu erreichen.

Gute wirtschaftliche Entwicklung

Die Ansiedlungspolitik der Gemeinde in den vergangenen 20 Jahren war unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen sehr erfolgreich.

Die Arbeitslosigkeit liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt und ist kaum weiter zu verringern. Noch nie zuvor waren so viele Menschen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen wie im Jahr 2008. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in unserer Gemeinde ist von 2000 bis 2007 um 11,8% auf 1606 angestiegen.

 

Die Gewerbesteuern langen mit rd. 2,6 Mio € im Durchschnitt der vergangenen drei Jahren höher als jemals zuvor obwohl wir den vergleichsweise geringsten Steuerhebesatz im ganzen Regierungsbezirk Münster haben und von 396 Gemeinden in NRW zu den 10 Kommunen mit dem niedrigsten Hebesatz gehören.

Die Planungen zur Erweiterung des Gewerbegebietes und Erschließung weiterer Flächen werden in diesem Jahr in Angriff genommen. Wir bieten Flächen zu günstigen Preisen an, bieten den Firmen gute Rahmenbedingungen und helfen mit, zeitnah die notwendigen Genehmigungen zu beschaffen.

Im Ortskern haben wir leistungsfähige Einzelhandelsgeschäfte, kaum Leerstand und ein Warenangebot, das in Teilbereichen über die Grundversorgung hinausgeht.

Optimierung der Verkehrsanbindungen

Voraussetzung für eine gute wirtschaftliche Entwicklung sind gute Verkehrsanbindungen. In den vergangenen 8 Jahren haben wir die westliche und östliche Anbindung des Gewerbegebietes trotz Widerstände gebaut und eine spürbare Entlastung in Teilbereichen unseres Ortes geschaffen. Mit insgesamt vier Kreisverkehren und zusätzlichen Querungshilfen ist die Verkehrssicherheit in unserem Ort deutlich verbessert worden.

Durch den Bau zusätzlicher Rad- und Fußwege (insbesondere auch an der L 567 in Richtung Ohne) sowie neuer Brücken über die Steinfurter Aa und den Poggenbach haben wir kürzere und sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer geschaffen.

Die Anstrengungen für den Bau der Umgehungsstraße B70n waren insgesamt erfolgreich. Die Planungen sind abgeschlossen, erste Grundstücksflächen in der zukünftigen Trasse wurden bereits erworben, die Ausgleichsflächen sind weitestgehend im Besitz des Landesbetriebes Straßen NRW. Zurzeit wird der Erörterungstermin vorbereitet.

Bei den Wirtschaftswegen ist noch viel zu tun. Aber seit 1999 wurden insgesamt rund 1 Mio € in den Ausbau und in die Unterhaltung unserer Wirtschaftswege investiert.

Politik für Kinder und Familien

Wir haben genügend Kindergartenplätze für alle, auch Angebote für Kinder unter 3 Jahren. Mit der Villa Kunterbunt, den drei Kindergärten und mit zwei neuen Familienzentren stehen qualifizierte Einrichtungen mit Übermittagsbetreuung und Öffnungszeiten bis zu 45 Stunden pro Woche zur Verfügung.

Unsere Schulen sind räumlich gut ausgestattet. Das Betreuungsangebot der Grund-schule ist hervorragend, wird von den Kindern gut angenommen. Wir werden alles tun, damit wir auch in Zukunft eine leistungsfähige Grundschule und weiterführende Schule im Ort behalten.

Mit 20 gut ausgestattete Spielplätze und 5 Bolzplätze mit dem neuen DFB-Kleinspielfeld, dem Hallenbad, der Gymnastikhalle und den vielfältigen Möglichkeiten vor allem im Sommer in Haddorf brauchen wir den Vergleich mit keiner anderen Gemeinde unserer Größenordnung scheuen.

Solide Finanzen – Gute Haushaltslage – Geringe Verschuldung

Durch konsequente Sparpolitik, durch eine schlank besetze, effektiv arbeitende Verwaltung (beste Bewertungen durch die GPA) und durch eine langfristig aus-gerichtete und vorsichtige Haushaltspolitik ist es gelungen, trotz erheblicher Investitionen in den vergangenen Jahren Schulden abzubauen, auf neue Kreditaufnahmen zu verzichten und die Zinsbelastung des Haushaltes auf einen so geringen Betrag zu reduzieren, dass wir in 2008 erstmals mehr Zinsen einnehmen konnten, als wir für Kredite zahlen mussten.

 

Regional denken und Handeln

In einer globalisierten Welt kann man die Zukunft einer Gemeinde nur dann sinnvoll gestalten, wenn man interkommunal zusammenarbeitet, Kooperationen in der Region nutzt und als Bürgermeister ein enges Netzwerk mit wichtigen Entscheidungsträgern pflegt.

Meine Mitarbeit im Regionalrat seit 1989, die Mitwirkung in der neuen Münsterlandkonferenz, meine frühere Vorstandstätigkeit bei der Aktion Münsterland und meine Aufgaben in der der CDU und in der KPV seit Jahrzehnten haben mir viele Erfahrungen, persönliche Kontakte zu fast allen wichtigen Persönlichkeiten in dieser Region und einen direkten Zugang zu den Ministerien dieser Landesregierung verschafft.

Viel erreicht – aber noch viel zu tun!

Wir haben unsere Chancen in den vergangenen Jahren genutzt, haben tatkräftig alle Aufgaben in Angriff genommen, die sich stellten und befassen uns mit den Herausforderungen, die noch in der Zukunft bewältigt werden müssen.

Dazu gehören insbesondere:

  • Die Städtebauliche Entwicklung des Ortskernes
  • Die Bewältigung der demographischen Entwicklung
  • Die Sicherung des Schulstandortes
  • Die Optimierung der Verkehrssituation mit der B70n
  • Die Erhaltung guter Wohn- und Lebensbedingungen
  • Gute Anbindung der Außenbereiche durch Straßen, Wirtschaftswege, Schülerbusverkehr und Zugang zum DSL
  • Erhaltung der schönen Natur- und Kulturlandschaft
  • Maßnahmen zur Energieeinsparung
  • Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft

Wenn die Mehrheit der Bevölkerung in Wettringen möchte, dass ich weiterhin diese Verantwortung wahrnehmen soll, bin ich dazu bereit.

Engelbert Rauen

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